Forschung >> TP01 - Netzwerkzentrale

Zentrale Geschäftsstelle des Kompetenznetzes - Projektbeschreibung

Hintergrund

Um neue Wege zur Vorbeugung, Heilung und Linderung der Volkskrankheit Herzinsuffizienz zu finden, bedarf es einer Bündelung der gesamten wissenschaftlichen Kompetenzen auf diesem Forschungsgebiet. Einzelne, verstreute „Forschungsinseln“ vermögen es nicht, Antworten auf die drängenden ärztlichen Fragen zu geben und gleichzeitig den hohen Qualitätsansprüchen der wissenschaftlichen Informationen zu genügen. Nur langfristige Forschungskooperationen in einem großen Netzwerk können diesem Anspruch gerecht werden. Auf dieser Grundlage entstehende Großforschungsprojekte, wie das Kompetenznetz Herzinsuffizienz, müssen deshalb zentral verwaltet und gesteuert werden.

Zielsetzung

Die Einrichtung der zentralen Geschäftsstelle an der Charité in Berlin dient der organisatorischen, wissenschaftlichen und strategischen Koordination des gesamten Kompetenznetzes. Sie soll,

  1. den Auf- und Ausbau einer tragfähigen Wissenschaftsinfrastruktur und einer interdisziplinären Arbeitskultur fördern,

  2. Patienten, Ärzte und andere Interessengruppen über neue Forschungsergebnisse informieren sowie

  3. den Begriff „Kompetenznetz Herzinsuffizienz“ als Qualitätssiegel für klinische und experimentelle Forschung etablieren, die wissenschaftliche Zukunft und den wirtschaftlichen Fortbestand des Kompetenznetzes auch nach der Förderung durch das BMBF sichern.

Umsetzung

Die Netzwerkzentrale legt gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Beirat durch die Auswahl der Projekte den Grundstein für die Kooperationskultur. Finanziell unterstützt werden nur wissenschaftliche Vorhaben, die die beiden Fragen „Kann das Projekt nur mit Hilfe des Netzes durchgeführt werden?“ und „Bringt das Projekt konkrete Vorteile für das Netz?“ eindeutig mit „Ja“ beantworten.

Die besten Einrichtungen in Forschung und Versorgung bringen ihre Kompetenz und Infrastruktur auf Basis einschlägiger Vorarbeiten in das Netzwerk ein. Die Unabhängigkeit der Netzwerkzentrale von den anderen Teilprojekten im Kompetenznetz ist nötig, um eine gute Qualitätssicherung zu gewährleisten und somit Schwachstellen schnell identifizieren zu können. Darüber hinaus obliegt der Zentrale die Bearbeitung ethischer und juristischer Fragen sowie die Abwicklung aller übrigen administrativen Belange. Auch das Webportal als modernes Werkzeug für die Kommunikation zwischen internen und externen Partnern ist ein wichtiges Instrument für die kooperative Arbeitskultur. Es bietet Ärzten, Wissenschaftlern, Patienten und anderen Interessierten die Möglichkeit, sich über das Syndrom Herzinsuffizienz und die neuesten Forschungsergebnisse zu informieren. Man findet dort Kontakt zu Experten und Gleichgesinnten sowie Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung. Darüber hinaus ist die Förderung junger Wissenschaftler durch entsprechende Preise und Stipendien eine weitere Aufgabe der Zentrale. Nicht zuletzt koordiniert die Zentrale die Öffentlichkeitsarbeit des Kompetenznetzes auf Kongressen und anderen Veranstaltungen, im gesamten Printbereich sowie in Rundfunk und Fernsehen.

Die zentrale Geschäftsstelle des Kompetenznetzes Herzinsuffizienz ist während des Förderzeitraums verantwortlich für die Berichterstattung an den Projektträger. Sie ist bestrebt, weitere auch internationale Kooperationspartner aus Wissenschaft und Wirtschaft in das Netzwerk zu integrieren und die notwendigen Voraussetzungen für deren langfristige Einbindung zu schaffen. Wichtigste Basis hierfür ist die Konzeption der zukünftigen Organisationsform des Kompetenznetzes nach der Förderung durch das BMBF.