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Partnership for the Heart (PfH) - Projektbeschreibung

Hintergrund

Die Überlegenheit einer spezialisierten Betreuung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz bezüglich stationärer Morbidität, Kostensenkung und gesundheitlicher Lebensqualität der Patienten gegenüber „usual care“ ist gesichert. Telemedizinische Monitoring-Systeme können dabei ein entscheidendes Strukturelement neuer Versorgungsmodelle für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz sein. Im Rahmen der Technologieinitiative „nextgenerationmedia“ fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die prototypische Entwicklung und klinische Studie eines innovativen Systems zur telemedizinischen Betreuung. Das Projekt „Partnership for the Heart“ (PfH) wird in den Jahren 2005-2009 umgesetzt.

Technische Entwicklung

Das technische System besteht aus einer mobilen Sensorplattform beim Patienten, in die auf den Patienten individuell abgestimmte Messgeräte integriert werden können, und einem Telemedizinischen Zentrum (TMZ). Diese Einrichtung ergänzt die hausärztliche und spezialisierte Betreuung in einer bestimmten Region, besonders nachts und an Wochenenden. Die Fachärzte im TMZ treffen basierend auf den vom Patienten übermittelten Vitalparametern und der in einer elektronischen Patientenakte gespeicherten individuellen Krankengeschichte ärztliche Entscheidungen. Die im PfH-System eingesetzte elektronische Patientenakte ist kompatibel zur derzeit entwickelten Telematik-Infrastruktur im Gesundheitswesen.

Klinische Studie

Die klinische Studie TIM-HF („Telemedical Interventional Monitoring in Heart Failure“) erfolgt bei 600 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium II bis III) in einer zweiarmigen, offenen, multizentrischen (n=2), randomisierten parallelen Studie, mit den beiden Armen „konventionelle leitliniengerechte Behandlung“ und „leitliniengerechte Behandlung plus telemedizinisches Monitoring“.

Primärer Endpunkt ist die Gesamtmortalität. Sekundäre Endpunkte sind u.a. Überlebenszeit ohne Hospitalisierung (days alive and out of hospital due to Heart Failure), nicht-elektive Hospitalisierung jeder Art, Lebensqualität, Plasmaspiegel von NT-proBNP sowie weiteren Biomarkern und eine Wirtschaftlichkeitsanalyse.

Zielsetzung

Mit dem Projekt PfH werden mehrere Ziele verfolgt:

  • die klinische Studie TIM-HF überprüft das Konzept im Hinblick auf medizinische Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit, um langfristig eine Einbindung in die Regelversorgung zu ermöglichen.
  • Akteure aus Medizin, Industrie und Gesundheitswesen arbeiten sektorübergreifend zusammen, um es in den jeweiligen Arbeitsalltag und in bestehende Versorgungsstrukturen einzubetten.
  • die offene Systemarchitektur erlaubt die herstellerübergreifende Einbindung neuer Messgeräte, neuer Indikationen und zentraler Elemente der Telematik-Infrastruktur, die gegenseitige Vernetzung mehrerer TMZ und die Einbindung in KIS- und Praxissoftwareprogramme.