Aldosterone Receptor Blockade In Diastolic Heart Failure (ALDO-DHF) - Projektbeschreibung
Hintergrund
Bei diastolischer Herzinsuffizienz kommt es auf Grund einer vermehrten Steifigkeit zur Füllungsbehinderung der Herzkammern. Dabei ist typischerweise die Auswurfleistung der Herzkammer während der Systole normal. Risikofaktoren für diastolische Herzinsuffizienz sind u. a. arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus und Schlafapnoe. Allerdings können eine Reihe weiterer Erkrankungen zur diastolischen Herzinsuffizienz führen. Leider war die Diagnose einer diastolischen Herzinsuffizienz bisher nur mit aufwändigen Herzkathetertechniken möglich. In neuester Zeit konnte jedoch durch die Verwendung moderner bildgebender Verfahren (z.B. Doppler-Echokardiografie) und neuen Labormarkern (BNP, Nt-pro BNP) die Diagnose auch nicht invasiv eindeutig gestellt werden. Durch die Verwendung dieser modernen diagnostischen Möglichkeiten zeigt sich, dass in Deutschland bis zu 50% der Menschen mit Herzinsuffizienz-Symptomen unter einer isolierten diastolischen Herzinsuffizienz leiden. Allerdings liegen zur Behandlung der diastolischen Herzinsuffizienz bisher kaum Daten aus prospektiven placebo-kontrollierten Therapiestudien vor.
Zielsetzung
Die Zielsetzung der Durchführung der ALDO-DHF-Studie ist es daher, die Bedeutung einer Aldosteron-Rezeptor-Blockade mit Spironolacton auf den Verlauf einer diastolischen Herzinsuffizienz zu untersuchen. Hierfür sollen insgesamt 420 Patienten placebo-kontrolliert über einen Nachbeobachtungszeitraum von einem Jahr behandelt werden. Primäre Endpunkte sind: Körperliche Leistungsfähigkeit (quantifiziert durch Spiroergometrie) und doppler-echokardiografische Parameter der diastolischen Funktion. Sekundäre Endpunkte sind u. a. Lebensqualität und Morbidität. Die Studie ALDO-DHF wird im Rahmen des Programms „Klinische Studien“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) als industrieunabhängige klinische Studie finanziert. Die Studie nutzt die Infrastruktur des Kompetenznetzes Herzinsuffizienz und erhöht damit ihre Effektivität. Sie hat sich deshalb als assoziiertes Teilprojekt in das Kompetenznetz Herzinsuffizienz integriert.

