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Allgemeine Fragen zur Herzinsuffizienz

Was ist eigentlich unter einer Herzschwäche zu verstehen?

Herzinsuffizienz oder deutsch Herzschwäche bezeichnet einen Zustand, in dem das Herz nicht in der Lage ist, die Organe mit genügend Blut und damit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Eine ungenügende Herzleistung zeigt sich vor allem in Situationen, in denen das Herz eine höhere Pumpleistung erbringen muss, etwa bei körperlicher Belastung.

Sind alle Formen der Herzschwäche durch eine schlechte Auswurfleistung des Herzens gekennzeichnet?

Neben der klassischen Form, der so genannten systolischen Herzinsuffizienz mit deutlich eingeschränkter Auswurfleistung, gibt es Patienten, die über Symptome der Herzschwäche klagen, obwohl die Auswurfleistung nicht oder allenfalls gering vermindert ist. In solchen Fällen wird von einer diastolischen Herzinsuffizienz gesprochen. Gestört ist in diesem Fall das Einstromverhalten des Blutes in die linke Herzkammer wegen eines sehr steifen, wenig dehnbaren Herzens. Die häufigste Ursache für diese Form der Herzschwäche ist ein über viele Jahre bestehender arterieller Bluthochdruck.

Gibt es unterschiedliche Schweregrade der Herzschwäche?

Die Schwere der Herzschwäche wird bestimmt nach dem Grad der Belastbarkeit. Die New York Heart Association (NYHA) teilt die Herzinsuffizienz in vier Schweregrade ein:

Der höchste Schweregrad, das so genannte NYHA-Stadium IV kennzeichnet einen Patienten, der bereits in Ruhe Atemnot hat und dem das Sprechen sowie jede Art von Tätigkeit schwer fallen. NYHA III bedeutet eine deutlich eingeschränkte Leistungsfähigkeit: Das Gehen in der Ebene ist noch möglich, beim Treppensteigen kommt es zu einer Atemnot nach wenigen Stufen. NYHA II führt zu einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit im Alltag: Zwar ist noch ein schnelles Gehen in der Ebene möglich, das Tragen von Lasten über eine Etage hinaus jedoch nicht mehr.

Wie verläuft die Herzschwäche?

Die Herzschwäche aufgrund einer eingeschränkten Pumpleistung des Herzens zeigt sich zuerst bei größerer körperlicher Belastung. Die Belastbarkeit ist reduziert und es tritt bei entsprechender Anstrengung eine vorzeitige Atemnot oder Ermüdbarkeit auf. Im Verlauf der folgenden Jahre nimmt der Schweregrad der Erkrankung langsam zu. Dies macht sich dadurch bemerkbar, dass die Luftnot bei einer früheren Stufe der körperlichen Belastung auftritt. Um eine Verschlechterung der Herzleistung aufzuhalten oder zu verlangsamen, ist neben einer exakten Diagnose auch eine optimale Behandlung der Erkrankung unabdingbar. Mit einer optimierten Therapie können viele lebenswerte Jahre gewonnen werden.

Welche Erkrankungen führen zu einer Herzschwäche?

Die häufigste Ursache einer Herzschwäche ist eine Gefäßverengung (Arteriosklerose) der Herzkranzgefäße. Diese führt sehr häufig zu Herzinfarkten und einem Untergang von Herzmuskelgewebe. Die Folge ist eine eingeschränkte Pumpleistung des Herzmuskels.Die zweithäufigste Ursache ist ein langjähriger, nicht oder schlecht behandelter Bluthochdruck. Nach einer Kompensationsphase reagiert das Herz auf die ständig erhöhte Belastung durch den hohen Blutdruck mit einem Nachlassen seiner Pumpleistung.Die dritthäufigste Ursache ist eine Erkrankung des Herzmuskels, die zu einem Untergang von Herzmuskelgewebe führt. Eine Herzmuskelerkrankung kann durch angeborene Faktoren, Entzündungen des Herzmuskels z.B. durch eine Viruserkrankung, Alkohol oder toxische Substanzen sowie Medikamente ausgelöst werden.